Salamini italiani alla cacciatora
g.U. Fleisch & Wurst · Italien
Salamini italiani alla cacciatora sind kleine, zylindrische Rohwürste aus Schweinefleisch, gewürzt mit Pfeffer und Knoblauch. Hergestellt werden sie in elf Regionen Nord- und Mittelitaliens, aus denen auch die Schweine stammen.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung) seit 8. September 2001
- Erzeugnis
- kleine getrocknete und gereifte Wurst aus Schweinefleisch
- Größe
- höchstens 60 mm Durchmesser, 200 mm Länge und 350 g
- Zutaten
- mageres Schweinefleisch, festes Schweinefett, Salz, Pfeffer, Knoblauch
- Schweine
- schwere Schweine, mindestens 9 Monate alt
- Herkunftsgebiet
- Friaul-Julisch Venetien, Venetien, Lombardei, Piemont, Emilia-Romagna, Umbrien, Toskana, Marken, Abruzzen, Latium, Molise
Aussehen & Geschmack
Die Salamini sind zylindrisch und messen höchstens 60 mm im Durchmesser und 200 mm in der Länge; eine Wurst wiegt höchstens 350 g. Sie sind kompakt und nicht elastisch. Die Schnittfläche ist kompakt und einheitlich, ohne sichtbare Sehnen, und einheitlich dunkelrot mit gleichmäßig verteilten Fettkörnern. Der Geruch ist aromatisch und charakteristisch, der Geschmack mild, delikat und nie sauer.
Verkauft werden sie unverpackt oder luftdicht beziehungsweise unter Schutzatmosphäre verpackt, ganz, in Portionen oder in Scheiben. Verpackt wird nur im Herkunftsgebiet. Direkt nach dem Namen steht auf dem Etikett „Denominazione di origine protetta“; weitere, nicht vorgesehene Angaben sind verboten.
Herstellung
Das Fleisch stammt von schweren Schweinen, die bei der Schlachtung mindestens neun Monate alt sind und deren Schlachtkörper 110,1 bis 180 kg wiegen. Die Tiere sind Nachkommen der Rassen Large White Italiana, Landrace Italiana und Duroc Italiana oder von Kreuzungen, die für die Erzeugung schwerer Schweine mit diesen Rassen gezüchtet werden. Eber und Sauen selbst sind ausgeschlossen, ebenso Tiere mit dem Gen für Stressempfindlichkeit. Gefüttert wird flüssig oder trocken; in der Vormast muss Getreide mindestens 45 % der Trockenmasse ausmachen, in der Mast mindestens 55 %. Mindestens die Hälfte der Trockenmasse, die die Schweine im Jahr fressen, stammt aus dem Aufzuchtgebiet.
Die Wurst besteht aus magerem Muskelfleisch, festem Schweinefett, Salz, zerstoßenem oder gemahlenem Pfeffer und Knoblauch. Separatorenfleisch ist verboten. Erlaubt sind Wein, Zucker, Dextrose oder Fruktose, Starterkulturen, Ascorbinsäure sowie Nitrat und Nitrit in begrenzter Menge. Das Fleisch wird vorbereitet, zerkleinert, gemischt, eingefüllt, getrocknet und gereift.
Herkunft & Geschichte
Das Gebiet umfasst elf Regionen Nord- und Mittelitaliens. Laut Spezifikation entwickelte sich die Herstellung mit dem Getreideanbau und der Milchverarbeitung dort, wo traditionell Schweine gezüchtet wurden. Im vergangenen Jahrhundert wurde die Schweinezucht in der Emilia-Romagna und der Lombardei zu einer modernen Industrie, die sich von dort auf die angrenzenden Regionen ausbreitete; einheimische Rassen wichen dabei spezialisierten Rassen.
Nach mündlicher Überlieferung geht die Herstellung der Salamini auf die Zeit zurück, als die Langobarden Norditalien eroberten; von dort breitete sie sich nach Mittelitalien aus. Historische Bezüge finden sich laut Spezifikation in den kulinarischen Traditionen der Lombardei. Der Name erinnert an den Proviant, den Jäger traditionell in ihren Umhängetaschen mit auf die Jagd nahmen.
Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C/2025/2737 vom 12. Mai 2025. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)
- Kategorie
- Fleisch & Wurst
- Herkunft
- Italien
- Geschützt seit
- Aktenzeichen
- PDO-IT-1301
Lage
Das Erzeugnis stammt aus dem ganzen Land; der Punkt markiert nur das Land. Koordinaten: 42.833, 12.833
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 25. August 2026. Eintrag im eAmbrosia-Register