Turrón de Alicante
g.g.A. Backwaren & Süßwaren · Spanien
Turrón de Alicante ist ein harter Turrón aus gerösteten Mandeln in einer weißen Masse aus gekochtem Honig, Zucker und Eiweiß. Hergestellt und verpackt wird er ausschließlich in der Gemeinde Jijona in der Provinz Alicante.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.g.A. (geschützte geografische Angabe) seit 21. Juni 1996
- Art
- harter Turrón (Süßware)
- Hauptzutaten
- geröstete Mandeln, reiner Honig, Eiweiß
- Weitere Zutaten
- Zucker, Wasser, Oblaten als Abdeckung, Zimt
- Handelsklassen
- „Suprema“ (mindestens 60 % Mandeln) und „Extra“ (mindestens 46 % Mandeln), je mindestens 10 % Honig
- Herkunftsgebiet
- Gemeinde Jijona (Provinz Alicante, Valencia, Spanien)
Aussehen & Geschmack
Turrón de Alicante ist eine harte Sorte Turrón. Die gerösteten Mandeln stecken in einer Masse aus karamellisiertem Sirup, die beim Kochen von Honig, Zucker und Eiweiß entsteht, fest wird und eine weiße Farbe annimmt – die Spezifikation vergleicht sie mit weißem Jaspis. Der Turrón kann auch zwischen zwei Oblaten gelegt werden.
Es gibt zwei Handelsklassen: „Calidad Suprema“ enthält mindestens 60 % geröstete Mandeln, „Calidad Extra“ mindestens 46 %; beide mindestens 10 % reinen Honig. Die Anteile beziehen sich auf das fertige Erzeugnis nach dem Kochen. Verkauft wird er in Portionen, Riegeln, Tafeln, runden Scheiben oder Blöcken. Jede Packung nennt die Handelsklasse und trägt ein Garantieetikett des Kontrollausschusses.
Herstellung
Hauptzutaten sind geröstete süße Mandeln, reiner Honig und Eiweiß in jeder handelsüblichen Form. Zugelassen sind außerdem Zucker, Wasser, Oblaten als Abdeckung und Zimt als Stange, gemahlen oder als Essenz.
Ein Turrón-Geselle oder -Meister (turronero) überwacht die Herstellung. Zuerst werden die Mandeln geröstet. Zucker, Honig und Eiweiß werden bei starker Hitze verrührt, bis sie karamellisieren. In diesen Karamell werden die Mandeln geknetet, bis sie gleichmäßig verteilt sind. Die Masse kühlt ab, wird geformt und als Block geschnitten. Die geschnittenen Stücke müssen sehr bald verpackt werden, damit ihre Eigenschaften erhalten bleiben; Verpacken und Etikettieren finden im Gebiet statt. Im Einzelhandel darf Turrón aber auch als Block geliefert und erst beim Verkauf vor dem Kunden geschnitten werden. Dieser „Stückverkauf“ ist in der Provinz Alicante vor allem zur Weihnachtszeit verbreitet.
Herkunft & Geschichte
Der Zusammenhang mit dem Gebiet beruht laut Spezifikation vor allem auf dem Ansehen des Erzeugnisses. Es ist eng mit Jijona verbunden, das in Spanien als „Wiege des Turrón“ gilt. Der Ort liegt 25 km vom Hafen der Provinzhauptstadt Alicante entfernt, über den die Erzeugnisse in die Welt verschifft wurden.
In der Gegend gibt es Mandelfelder, Bienenstöcke in den umliegenden Bergen mit Rosmarin, Lavendel und Thymian und den Anbau von Zuckerrohr (canyamel). Aus Mandeln und Honig der Region entstand der Turrón. Urkunden belegen laut Spezifikation, dass in Jijona seit über 500 Jahren Turrón hergestellt wird. Eine der ältesten ist ein Manuskript aus dem Archiv des Generalrats von Valencia von 1484: Jaume Doménech soll darin je fünfzehn Pfund „torrons d’alegria“ (schwarzer Turrón) und „torrons blancs“ (Turrón de Alicante) herstellen. Das Wissen der Turrón-Meister wird von Generation zu Generation weitergegeben.
Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C/2023/573 vom 26. Oktober 2023. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte geografische Angabe (g.g.A.)
- Kategorie
- Backwaren & Süßwaren
- Herkunft
- Spanien
- Geschützt seit
- Aktenzeichen
- PGI-ES-1564
Lage
Der Punkt markiert ungefähr die Mitte der Herkunftsregion. Koordinaten: 38.500, -0.500
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 27. Oktober 2023. Eintrag im eAmbrosia-Register