Südtiroler Schüttelbrot
g.g.A. Backwaren & Süßwaren · Italien
Südtiroler Schüttelbrot ist ein rundes, flaches Roggen-Knäckebrot aus der Provinz Bozen mit deutlicher Fenchelnote. Seinen Namen hat es vom Schütteln der Teigkugeln, die dabei flach werden; kross gebacken ist es bis zu 18 Monate haltbar.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.g.A. (geschützte geografische Angabe) seit 14. Februar 2018
- Art
- Roggen-Knäckebrot
- Zutaten
- mindestens 50 % Roggenmehl, Weizen- und/oder Emmermehl, Salz, Hefe und/oder Vorteig, Fenchel und weitere Gewürze
- Größe
- 3 bis 35 cm Durchmesser, 0,3 bis 1,5 cm dick
- Feuchtigkeitsgehalt
- höchstens 11 %
- Haltbarkeit
- bis zu 18 Monate
- Herkunftsgebiet
- ganze Autonome Provinz Bozen (Südtirol, Italien)
Aussehen & Geschmack
Das Brot hat eine unregelmäßig runde, flache Form mit 3 bis 35 cm Durchmesser und 0,3 bis 1,5 cm Dicke. Die Krume ist unregelmäßig, die Textur knackig und knusprig. Es schmeckt aromatisch mit einer deutlichen Fenchelnote und kann leicht säuerlich sein. Mit höchstens 11 % Feuchtigkeit ist es bis zu 18 Monate haltbar.
Auf dem Etikett steht der Name „Südtiroler Schüttelbrot“ oder „Schüttelbrot Alto Adige“, deutlich abgesetzt von allen anderen Angaben, dazu „g. g. A.“ beziehungsweise „IGP“ und das Bildzeichen der Europäischen Union; für den italienischen Markt kommt die Bezeichnung „pane croccante alla segale“ (Roggenknäckebrot) hinzu. Wird das Brot offen verkauft, steht ein Schild mit dem Namen in der Auslage.
Herstellung
Der Teig besteht zu mindestens 50 % aus Roggenmehl, dazu kommen Weizen- und/oder Emmermehl verschiedener Mahlgrade, Salz, Hefe und/oder mindestens 4 % in derselben Bäckerei hergestellter Vorteig. Wahlweise werden Malzmehl oder Malzextrakt und pflanzliche Fette zugegeben. Fenchel ist Pflicht; außerdem dürfen Kümmel, Bockshornklee, Koriander oder Anis verwendet werden.
Nach dem Aufgehen werden die Teigkugeln geschüttelt und abgeplattet, damit sie ihre runde, flache Form bekommen; von diesem Schritt hat das Brot einen Teil seines Namens. Danach werden die Fladen kross gebacken, sodass sie knusprig werden und wenig Feuchtigkeit behalten. Die ganze Herstellung findet in der Provinz Bozen statt. Verkauft wird das Brot offen oder in Lebensmittelverpackungen.
Herkunft & Geschichte
Das Gebiet umfasst die ganze Autonome Provinz Bozen. Die Eintragung stützt sich auf das dort typische Herstellungsverfahren, durch das sich das Brot mit seiner runden, dünnen Form, der knusprigen Textur und dem geringen Feuchtigkeitsgehalt von anderen italienischen Broten abhebt.
Schon mittelalterliche Schriften belegen laut Spezifikation die lange Haltbarkeit des Brots. Sie war in einem Gebiet mit rauem, eher trockenem Klima und abgelegenen Siedlungen im Hochgebirge wichtig: Die Menschen legten damit Vorräte für die härtesten Jahreszeiten an. Fenchel wurde anders als die übrigen Gewürze seit jeher zugegeben. Heute gehört das Schüttelbrot zur traditionellen Südtiroler Marende, der Zwischenmahlzeit mit Speck, Käse und Wein aus Südtirol.
Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C/2024/5047 vom 16. August 2024. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte geografische Angabe (g.g.A.)
- Kategorie
- Backwaren & Süßwaren
- Herkunft
- Italien
- Geschützt seit
- Weitere Namen
- Schüttelbrot Alto Adige
- Aktenzeichen
- PGI-IT-02392
Lage
Der Punkt markiert ungefähr die Mitte der Herkunftsregion. Koordinaten: 46.717, 11.500
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 16. August 2024. Eintrag im eAmbrosia-Register