Staffordshire Cheese
g.U. Käse · Vereinigtes Königreich
Staffordshire Cheese ist ein cremeweißer, glatter und etwas krümeliger Käse aus Kuhmilch und Sahne, der als Zylinder von 8 bis 10 kg in einer Stoffhülle reift. Er stammt aus der englischen Grafschaft Staffordshire.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung) seit 24. Juni 2006
- Art
- harter oder schnittfester Käse aus pasteurisierter Kuhmilch und Sahne
- Laib
- Zylinder, 8–10 kg, in einer Stoffhülle
- Reifung
- 2–4 Wochen (mild), bis zu 12 Monate
- Fett i. Tr.
- 48–51 %
- Herkunftsgebiet
- die Grafschaft Staffordshire (England)
Aussehen & Geschmack
Staffordshire Cheese ist zylinderförmig, wiegt 8 bis 10 kg und wird in einer Stoffhülle verkauft. Er ist cremeweiß, glatt und etwas krümelig und je nach Reife hart oder schnittfest. Er schmeckt sahnig, frisch und nach Milch. Der Käse enthält 30 bis 35 % Fett, in der Trockenmasse 48 bis 51 %.
Die Spezifikation führt seinen eigenen Geschmack und seine Konsistenz auf das Futter der Kühe, die Mischung der Starterkulturen und die Größe des Käses mit der Tuchhülle zurück.
Herstellung
Milch und Sahne stammen von Höfen in Staffordshire. Die Kühe grasen auf den Weiden der Grafschaft; im Winter fressen sie vor allem Gras- und Maissilage aus Staffordshire und etwas Kraftfutter, das den Eiweißgehalt hebt.
Die frische Rohmilch wird über Nacht bei 0 bis 5 °C gelagert. Am zweiten Tag wird Sahne aus Staffordshire eingerührt und die Mischung 15 bis 20 Sekunden bei 72 bis 75,5 °C pasteurisiert. Im Käsekessel kommt eine Starterkultur aus Stämmen von Lactococcus lactis hinzu, nach 60 bis 75 Minuten Vorreifung das Lab. Nach 45 bis 50 Minuten wird die Gallerte von Hand geprüft und dann längs und quer mit senkrechten und waagrechten Messern geschnitten. Der Bruch wird 40 Minuten bei 30 bis 32 °C gerührt, die Molke abgezogen. Danach wird der Bruch 45 Minuten lang alle 15 Minuten geschnitten, während die Säure steigt.
Anschließend wird der Bruch zerkleinert und mit 2,5 % Salz vermischt, wobei er nur viermal gewendet wird, damit er nicht austrocknet. Von Hand kommt er in mit Musselin ausgelegte Edelstahlformen und wird über Nacht gepresst; danach liegt das Tuch eng an der Oberfläche an. Der Käse lagert auf Borden bei 7 bis 10 °C, wird eine Woche lang täglich und danach wöchentlich gewendet. Mild ist er nach 2 bis 4 Wochen; er kann bis zu 12 Monate reifen.
Herkunft & Geschichte
In Staffordshire herrscht ein warmes, feuchtes Atlantikklima. Auf dem Kohlenkalkboden wachsen saftige Weiden, die laut Spezifikation für die sahnige Milch verantwortlich sind. Die Nachbargrafschaften unterscheiden sich davon: In Cheshire ist der Boden steinig und salzhaltig, der Cheshire Cheese ist sehr sauer und krümelt stark; in Derbyshire entstehen Stilton und Derby.
Laut Spezifikation geht der Käse auf Zisterziensermönche zurück, die sich im 13. Jahrhundert in Leek in Staffordshire niederließen. Sie wollten sich selbst versorgen, arbeiteten unter anderem als Landwirte, Bäcker, Brauer und Käsehersteller und brachten das Wissen um die Käsebereitung in die Region. Hergestellt wurde der Käse bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, als das zentrale Sammeln der Milch durch das Milk Marketing Board vielen regionalen Käsesorten Englands ein Ende bereitete. Handwerkliche Käser haben ihn zusammen mit Bauern der Gegend wiederbelebt.
Grundlage dieses Textes: Zusammenfassung, Amtsblatt der EU C 148 vom 24. Juni 2006. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)
- Kategorie
- Käse
- Herkunft
- Vereinigtes Königreich
- Geschützt seit
- Aktenzeichen
- PDO-GB-0354
Erzeugnis aus einem Land außerhalb der EU, das in der EU geschützt ist.
Lage
Der Punkt markiert ungefähr die Mitte der Herkunftsregion. Koordinaten: 52.858, -2.037
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 28. Januar 2025. Eintrag im eAmbrosia-Register