Spreewälder Gurken
g.g.A. Obst, Gemüse & Getreide · Deutschland

Spreewälder Gurken sind Gurken aus dem Wirtschaftsraum Spreewald in Brandenburg, frisch oder nach überlieferten Rezepten eingelegt. Das eingelegte Erzeugnis besteht zu mehr als 70 % aus Gurken aus dem Spreewald, dazu kommen je nach Erzeugnis Essig, Salz, Zwiebeln, Dill, Kräuter und Gewürze.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.g.A. (geschützte geografische Angabe) seit 19. März 1999
- Art
- unverarbeitete und eingelegte Gurken
- Gurkenanteil
- mehr als 70 % bei eingelegten Gurken
- Anbau
- kontrolliert-integrierter Anbau
- Säure
- unter 1 % Gesamtsäure aus Gärungsessig
- Salz-Dill-Gurken
- höchstens 3 % Speisesalz
- Herkunftsgebiet
- Wirtschaftsraum Spreewald (Brandenburg, Deutschland)
Aussehen & Geschmack
Spreewälder Gurken gibt es unverarbeitet und verarbeitet. Das eingelegte Erzeugnis besteht zu mehr als 70 % aus Gurken; dazu kommen Wasser, Speisesalz und je nach Erzeugnis Gärungsessig, frische Zwiebeln, frischer Dill, Kräuter, Gewürze, Meerrettich, natürliche Aromen aus Kräutern und Gewürzen sowie ein kleiner Teil anderes Gemüse als Dekoration oder zum Würzen. Die Gesamtsäure aus Gärungsessig liegt unter 1 %; Salz-Dill-Gurken (Saure Gurken) enthalten höchstens 3 % Salz.
Laut Spezifikation haben Spreewälder Gurken besondere geschmackliche Merkmale, an denen man ihre Herkunft aus dem Spreewald erkennt.
Herstellung
Die Gurken wachsen im Wirtschaftsraum Spreewald im kontrolliert-integrierten Anbau nach den Grundsätzen, die in Brandenburg für den integrierten Anbau von Obst und Gemüse gelten. Verarbeitet werden sie nach traditionellen, über Generationen weitergegebenen Rezepten und mit Herstellungs- und Konservierungsverfahren, die auf die jeweilige Geschmacksrichtung abgestimmt sind.
Gesüßt wird in Packungen bis 1.700 ml Nennvolumen nur mit Zucker (Saccharose), in größeren auch mit Süßstoffen. Bei Rohkonserven sind unabhängig von der Größe Süßstoffe und Konservierungsmittel erlaubt.
Herkunft & Geschichte
Der Wirtschaftsraum Spreewald hat einen moorigen Boden mit eingelagerten Ton- und Feinstschluffanteilen, eine relativ hohe und gleichbleibende Feuchte und ein eigenes Mikroklima. Er reicht im Norden bis Münchehofe, Märkisch-Buchholz und Halbe, im Süden bis zu den Amtsbezirken Calau, Altdöbern, Drebkau und Neuhausen und im Osten bis Peitz.
Laut Spezifikation werden im Spreewald schon seit Jahrhunderten Gurken angebaut, frisch verkauft oder nach überlieferten Rezepten eingelegt. Weil die traditionellen Verfahren dort erhalten werden, hat auch die Verarbeitung im Gebiet Bedeutung. Anbauer und Verarbeiter haben sich Richtlinien zur Qualitätssicherung unterworfen, die von unabhängigen Stellen geprüft werden.
Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C/2025/3568 vom 26. Juni 2025. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte geografische Angabe (g.g.A.)
- Kategorie
- Obst, Gemüse & Getreide
- Herkunft
- Deutschland
- Geschützt seit
- Aktenzeichen
- PGI-DE-0561
Lage
Der Punkt markiert ungefähr die Mitte der Herkunftsregion. Koordinaten: 52.000, 14.000
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 26. Juni 2025. Eintrag im eAmbrosia-Register