Spreewälder Gurken

g.g.A. Obst, Gemüse & Getreide · Deutschland

Ein Glas „Original Spreewälder Saure Gurken“, davor eine Gurke.
Foto: MOs810 · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons

Spreewälder Gurken sind Gurken aus dem Wirtschaftsraum Spreewald in Brandenburg, frisch oder nach überlieferten Rezepten eingelegt. Das eingelegte Erzeugnis besteht zu mehr als 70 % aus Gurken aus dem Spreewald, dazu kommen je nach Erzeugnis Essig, Salz, Zwiebeln, Dill, Kräuter und Gewürze.

Auf einen Blick

Schutz
g.g.A. (geschützte geografische Angabe) seit 19. März 1999
Art
unverarbeitete und eingelegte Gurken
Gurkenanteil
mehr als 70 % bei eingelegten Gurken
Anbau
kontrolliert-integrierter Anbau
Säure
unter 1 % Gesamtsäure aus Gärungsessig
Salz-Dill-Gurken
höchstens 3 % Speisesalz
Herkunftsgebiet
Wirtschaftsraum Spreewald (Brandenburg, Deutschland)

Aussehen & Geschmack

Spreewälder Gurken gibt es unverarbeitet und verarbeitet. Das eingelegte Erzeugnis besteht zu mehr als 70 % aus Gurken; dazu kommen Wasser, Speisesalz und je nach Erzeugnis Gärungsessig, frische Zwiebeln, frischer Dill, Kräuter, Gewürze, Meerrettich, natürliche Aromen aus Kräutern und Gewürzen sowie ein kleiner Teil anderes Gemüse als Dekoration oder zum Würzen. Die Gesamtsäure aus Gärungsessig liegt unter 1 %; Salz-Dill-Gurken (Saure Gurken) enthalten höchstens 3 % Salz.

Laut Spezifikation haben Spreewälder Gurken besondere geschmackliche Merkmale, an denen man ihre Herkunft aus dem Spreewald erkennt.

Herstellung

Die Gurken wachsen im Wirtschaftsraum Spreewald im kontrolliert-integrierten Anbau nach den Grundsätzen, die in Brandenburg für den integrierten Anbau von Obst und Gemüse gelten. Verarbeitet werden sie nach traditionellen, über Generationen weitergegebenen Rezepten und mit Herstellungs- und Konservierungsverfahren, die auf die jeweilige Geschmacksrichtung abgestimmt sind.

Gesüßt wird in Packungen bis 1.700 ml Nennvolumen nur mit Zucker (Saccharose), in größeren auch mit Süßstoffen. Bei Rohkonserven sind unabhängig von der Größe Süßstoffe und Konservierungsmittel erlaubt.

Herkunft & Geschichte

Der Wirtschaftsraum Spreewald hat einen moorigen Boden mit eingelagerten Ton- und Feinstschluffanteilen, eine relativ hohe und gleichbleibende Feuchte und ein eigenes Mikroklima. Er reicht im Norden bis Münchehofe, Märkisch-Buchholz und Halbe, im Süden bis zu den Amtsbezirken Calau, Altdöbern, Drebkau und Neuhausen und im Osten bis Peitz.

Laut Spezifikation werden im Spreewald schon seit Jahrhunderten Gurken angebaut, frisch verkauft oder nach überlieferten Rezepten eingelegt. Weil die traditionellen Verfahren dort erhalten werden, hat auch die Verarbeitung im Gebiet Bedeutung. Anbauer und Verarbeiter haben sich Richtlinien zur Qualitätssicherung unterworfen, die von unabhängigen Stellen geprüft werden.

Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C/2025/3568 vom 26. Juni 2025. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.

Herkunft auf der Karte

Der Punkt markiert ungefähr die Mitte der Herkunftsregion. Alle Spezialitäten auf der großen KarteKarte: Natural Earth

Schutz & Quellen

Steckbrief, Lage und Datenquelle

Steckbrief

Schutz
geschützte geografische Angabe (g.g.A.)
Kategorie
Obst, Gemüse & Getreide
Herkunft
Deutschland
Geschützt seit
Aktenzeichen
PGI-DE-0561

Lage

Der Punkt markiert ungefähr die Mitte der Herkunftsregion. Koordinaten: 52.000, 14.000

Quelle

Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 26. Juni 2025. Eintrag im eAmbrosia-Register