Maraş Çöreği

g.g.A. Backwaren & Süßwaren · Türkei

Maraş Çöreği sind runde, herzhafte Kekse aus der türkischen Provinz Kahramanmaraş, gewürzt mit Schwarzkümmel. Ihre geriffelte Oberfläche erhalten sie von einer Teigrolle aus Hainbuchenholz, gebacken werden sie im mit Eichenholz befeuerten Steinofen.

Auf einen Blick

Schutz
g.g.A. (geschützte geografische Angabe) seit 16. März 2020
Art
herzhaftes Gebäck (Kekse)
Zutaten
Mehl, Margarine, Salz, Schwarzkümmelsamen, frische Hefe, Wasser
Größe
10 bis 15 cm Durchmesser, im Schnitt 8 mm dick
Geschmack
leicht salzig, nach Schwarzkümmel
Backen
im mit Eichenholz befeuerten Steinofen
Herkunftsgebiet
Provinz Kahramanmaraş (Türkei)

Aussehen & Geschmack

Maraş Çöreği sind runde, cremefarbene bis cremig-goldene Kekse mit 10 bis 15 cm Durchmesser und einer geriffelten Oberfläche. Nach dem Backen sind sie im Durchschnitt 8 mm dick. Sie riechen nach Schwarzkümmel und Salz, schmecken leicht salzig und haben eine dichte, körnige Konsistenz.

Verkauft werden sie nach Gewicht oder Stück in Schalen oder verpackt. Kartons müssen mit Aluminiumfolie oder einem ähnlich wasserdichten Material ausgekleidet sein.

Herstellung

Auf 10 kg Standardweizenmehl kommen 4 kg pflanzliche Margarine, 120 bis 130 g feines Salz, 20 bis 30 g frische Schwarzkümmelsamen (Nigella sativa) ohne Schalenreste, 250 g frische Hefe und 4 l Trinkwasser.

Teigzubereitung, Formen, Backen und Abkühlen finden im Gebiet statt. Die Teigrolle muss aus Hainbuchenholz sein; sie ist 8 cm breit und 33 cm lang, ihre Rillen sind 0,5 mm tief und breit. Mit einer besonderen Walztechnik entsteht so die typische Riffelung. Gebacken werden die Kekse in einem Steinofen, der mit Eichenholz befeuert wird – Eichen, etwa Kermes- und Aleppo-Eichen, gelten laut Spezifikation als die historisch vorherrschenden Bäume in den Wäldern um Kahramanmaraş. Teigbereiten, Walzen, Formen und Backen verlangen laut Spezifikation großes Geschick, das im Gebiet schon früh erlernt wird.

Herkunft & Geschichte

Das Gebiet ist die Provinz Kahramanmaraş in der Türkei. Laut Spezifikation gehören die Kekse seit Jahrhunderten zur Küche der Stadt; historische Aufzeichnungen reichen bis in die osmanische Zeit zurück. Sie werden vor allem im Fastenmonat Ramadan und zum Fest des Fastenbrechens in großen Mengen gebacken und gegessen, spielen bei religiösen und geselligen Zusammenkünften eine Rolle und werden traditionell auch Trauernden nach einer Beerdigung angeboten.

Früher bereiteten Hausfrauen den Teig für die Familie oder zum Verkauf zu; oft brachte jemand aus der Familie die geformten Kekse zum Backen in die Bäckerei des Viertels, und häufig wurden sie an Bäckereien und Konditoreien verkauft, um die Haushaltskasse aufzubessern. Seit 30 Jahren werden sie in Kahramanmaraş auch in Betrieben hergestellt. Ein 2018 veröffentlichter Katalog lokaler Erzeugnisse und mehrere Zeitungsberichte belegen laut Spezifikation ihr Ansehen.

Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C/2025/4515 vom 11. August 2025. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.

Herkunft auf der Karte

Der Punkt markiert den namengebenden Ort. Alle Spezialitäten auf der großen KarteKarte: Natural Earth

Schutz & Quellen

Steckbrief, Lage und Datenquelle

Steckbrief

Schutz
geschützte geografische Angabe (g.g.A.)
Kategorie
Backwaren & Süßwaren
Herkunft
Türkei
Geschützt seit
Aktenzeichen
PGI-TR-02597

Erzeugnis aus einem Land außerhalb der EU, das in der EU geschützt ist.

Lage

Der Punkt markiert den namengebenden Ort. Koordinaten: 37.585, 36.926

Quelle

Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 1. Dezember 2025. Eintrag im eAmbrosia-Register