Karlovarské trojhránky
g.g.A. Backwaren & Süßwaren · Tschechien
Karlovarské trojhránky sind dreieckige Schnitten aus acht Lagen Karlsbader Oblaten, den „Karlovarské oplatky“, die mit einer Kakao- oder Schokoladenfüllung aufeinandergeschichtet werden. Für den Teig und zum Befeuchten der Oblaten wird Karlsbader Mineral-Heilwasser verwendet.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.g.A. (geschützte geografische Angabe) seit 19. Oktober 2004
- Art
- Dauerbackware (Oblatenschnitte)
- Aufbau
- acht Oblaten mit Kakao- oder Schokoladenfüllung, in acht Dreiecke geschnitten
- Oblaten
- rund, etwa 19 cm Durchmesser, aus zwei Teigplatten mit Relief
- Besondere Zutat
- Karlsbader Mineral-Heilwasser
- Verpackung
- einzeln oder in Schachteln zu 150 g oder 200 g
- Herkunftsgebiet
- Bäderstadt Karlsbad (Karlovy Vary, Tschechien)
Aussehen & Geschmack
Die Trojhránky sind Dreikantstücke aus acht übereinandergeschichteten Oblaten mit einer Kakao- oder Schokoladenfüllung dazwischen. Jede der runden, flachen Oblaten hat einen Durchmesser von etwa 19 cm und besteht aus zwei dünnen Teigplatten mit typischem Relief: Am Außenrand trägt sie einen 30 mm breiten Blätterzweig, darunter in einem Kreis die Aufschrift „Karlovarské oplatky“. In der Mitte zeigt die Oblate ein Symbol der Bäderstadt Karlsbad, einen Springbrunnen als Sinnbild für das sprudelnde Heilwasser oder eine Gämse.
Die Oblaten beschreibt die Spezifikation als mürbe, leicht und zart, mit besonderem Geschmack und Duft. Der Produktname „Karlovarské trojhránky“ muss deutlich sichtbar auf der Vorderseite des Produkts oder seiner Verpackung stehen.
Herstellung
Für den Oblatenteig werden Weizenmehl, Pflanzenfett, Zucker, Eimischung, Stärke, Backpulver und Butter mit frischem Karlsbader Mineral-Heilwasser vermischt. Nach dem Backen werden die Teigplatten mit dem Heilwasser befeuchtet und jeweils zwei Platten mit einem Aufstreu aus Zucker und Nüssen zusammengebacken; je nach Sorte kommen statt der Nüsse Mandeln, Kakao, Vanille oder Zimt in den Aufstreu.
Die Füllung wird aus Schokoladenstücken, gehärtetem Pflanzenfett, Milchpulver, Kakao, Zucker, Sojapulver und zerstoßenen gebackenen Oblaten cremig gerührt; der Oblatenbruch macht 7 % der Füllmasse aus. Acht bestrichene Oblaten werden aufeinandergeschichtet, zusammengedrückt, am Rand beschnitten und mit einer Schneidemaschine in acht Stücke geteilt. Verpackt wird einzeln oder in Schachteln zu 150 g oder 200 g. Mindestens Herstellung, Lagerung und Zusammenbacken der Oblaten müssen im Gebiet erfolgen.
Herkunft & Geschichte
Das Gebiet ist die Bäderstadt Karlsbad. Das dort verwendete Mineral-Heilwasser ist laut Spezifikation ein natürliches hydrogencarbonat-, schwefel- und chloridhaltiges Wasser, das aus mehr als 800 m Tiefe mit 73 °C an die Oberfläche kommt. Es soll den Oblaten ihre Mürbigkeit und ihren besonderen Duft und Geschmack geben.
Die ersten Aufzeichnungen über die Herstellung der Karlsbader Oblaten im Gebiet stammen laut Spezifikation aus der Mitte des 18. Jahrhunderts; an diese Tradition knüpfen die Trojhránky an. Die Stadtverwaltung von Karlsbad und die Organisation Czech Tourism nutzen sie zur Präsentation der Stadt und des Landes; 2005 wurden sie beim EU-Japan Food Festival in Edinburgh gezeigt. Am 11. Februar 2000 wurde der Name in das tschechische Verzeichnis der Ursprungsbezeichnungen eingetragen, am 29. Mai 2001 in das internationale Verzeichnis des Lissabonner Abkommens.
Grundlage dieses Textes: Zusammenfassung, Amtsblatt der EU C 206 vom 5. September 2007. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte geografische Angabe (g.g.A.)
- Kategorie
- Backwaren & Süßwaren
- Herkunft
- Tschechien
- Geschützt seit
- Aktenzeichen
- PGI-CZ-0397
Lage
Der Punkt markiert ungefähr die Mitte der Herkunftsregion. Koordinaten: 50.167, 13.000
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 18. Oktober 2004. Eintrag im eAmbrosia-Register