Fogaça da Feira
g.g.A. Backwaren & Süßwaren · Portugal
Fogaça da Feira ist ein kegelförmiges Zuckerbrot aus dem Landkreis Santa Maria da Feira in Portugal, leicht nach Zitrone und Zimt gewürzt. Die vier „Zinnen“ an der Spitze stehen für die vier Türme der Burg von Santa Maria da Feira.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.g.A. (geschützte geografische Angabe) seit 1. Juni 2015
- Art
- feine Backware (Zuckerbrot)
- Zutaten
- Weizenmehl, Eier, Zucker, Butter, Hefe, Wasser, Zimt, Salz, Zitronensaft und Zitronenabrieb
- Form
- Kegel mit vier „Zinnen“ an der Spitze
- Verkauf
- verpackt, lose oder tiefgefroren, auch halbiert oder in Scheiben
- Fest
- Festa das Fogaceiras am 20. Januar
- Herkunftsgebiet
- Landkreis Santa Maria da Feira (Portugal)
Aussehen & Geschmack
Die Fogaça da Feira ist hellbraun und kegelförmig und trägt oben vier „Zinnen“. Der Teig ist locker und leicht, zartgelb und porig, außen knusprig; das Brot schmeckt leicht nach Zitrone und Zimt. Die Größe ist frei, solange die Höhe nicht mehr als 35 % über oder unter dem Durchmesser der Grundfläche liegt.
Angeboten wird sie verpackt, lose oder tiefgefroren, auch in Hälften oder Scheiben. Auf dem Etikett stehen „Fogaça da Feira — Indicação Geográfica Protegida“ oder „Fogaça da Feira IGP“ und das Logo des Erzeugnisses.
Herstellung
Der Teig wird aus Weizenmehl Typ 45 oder 55, Eiern, Zucker, Butter, frischer Hefe oder Bäckerhefe, Wasser, Zimt, Salz, Zitronensaft und Zitronenabrieb geknetet. Er wird zuerst zu einer Rolle, dann zu einer Art Krawatte geformt und schließlich zum Kegel, der immer in dieselbe Richtung, von unten nach oben, ausgerollt wird. Dabei muss der Bäcker laut Spezifikation auch das Wetter einschätzen, weil es die Gärung des Teigs beeinflusst. Ein Schnitt in die Oberseite ergibt die vier Spitzen.
Während des Backens werden die Brote aus dem Ofen genommen, die „Zinnen“ aufgerichtet und die Brote wieder zurückgeschoben, bis sie gar sind. Backzeit und Temperatur müssen so abgestimmt sein, dass die Fogaça gleichmäßig durchbackt und innen locker und leicht wird. Alle Schritte, vom Zubereiten über Formen und Schneiden bis zum Backen, finden im Gebiet statt.
Herkunft & Geschichte
Das Gebiet ist der Landkreis Santa Maria da Feira. Die Fogaça wird laut Spezifikation schon in mittelalterlichen Dokumenten erwähnt, etwa 1220 als Abgabe in den Untersuchungen („Inquirições“), die König Alfons II. von Portugal in der Terra de Santa Maria durchführen ließ, dem Zentrum der Region mit dem Ort Vila da Feira und seiner Burg. Dieser Burg verdankt das Brot seine Form.
Die Fogaça geht auf ein Gelübde an den heiligen Sebastian zurück und ist die Opfergabe beim größten religiösen Fest des Landkreises, der Festa das Fogaceiras, die nach ihr benannt ist. Das Fest wird am 20. Januar gefeiert und beging 2005 sein 500. Jubiläum. Dazu gehören eine Schau der Fogaça da Feira, zu der Bäcker und Verkoster kommen, und eine Zeremonie der Bruderschaft Confraria da Fogaça da Feira, die die Merkmale der echten Fogaça bekannt machen und bewahren will. Auch auf Messen und Ausstellungen des Landkreises wird das Brot stets angeboten.
Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C 58 vom 13. Februar 2016. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte geografische Angabe (g.g.A.)
- Kategorie
- Backwaren & Süßwaren
- Herkunft
- Portugal
- Geschützt seit
- Aktenzeichen
- PGI-PT-01342
Lage
Der Punkt markiert den namengebenden Ort. Koordinaten: 40.925, -8.543
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 7. Dezember 2017. Eintrag im eAmbrosia-Register