Estepa
g.U. Öle & Fette · Spanien
Estepa ist ein natives Olivenöl extra aus dem Süden der Provinz Sevilla, vor allem aus den Sorten Hojiblanca und Arbequina. Die Oliven werden früh geerntet; das Öl schmeckt nach grünen Oliven, ist deutlich bitter und scharf und muss eine sehr hohe Fruchtigkeit erreichen.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung) seit 16. April 2004
- Art
- natives Olivenöl extra
- Sorten
- Hojiblanca, Arbequina, Manzanilla, Picual, Lechín de Sevilla
- Ölarten
- Mischung aller fünf Sorten, Hojiblanca mit Arbequina, reine Hojiblanca, reine Arbequina
- Fruchtigkeit
- Median mindestens 4,5
- Säure
- höchstens 0,3 %
- Etikett
- nummeriertes Garantiesiegel des Regulierungsausschusses
- Herkunftsgebiet
- zwölf Gemeinden um Estepa (Provinz Sevilla) und Teile von Écija, Osuna und Puente Genil (Spanien)
Aussehen & Geschmack
Estepa wird früh geerntet und schmeckt daher eher nach grünen als nach reifen Oliven. Bei der Verkostung muss die Fruchtigkeit einen Median von mindestens 4,5 erreichen, laut Spezifikation einer der höchsten Werte in der EU. Bitterkeit und Schärfe liegen jeweils zwischen 2,5 und 6. Die freie Säure beträgt höchstens 0,3 %. Das Öl ist sehr oxidationsbeständig und reich an Farbstoffen wie Chlorophyll und Carotin.
Es gibt vier Arten. Die Mischung aus Hojiblanca, Arbequina, Manzanilla, Picual und Lechín de Sevilla enthält mindestens 35 % Hojiblanca, die nur im Oktober oder November geerntet werden darf; sie ist mittel intensiv grün fruchtig. Die Mischung aus Hojiblanca und Arbequina enthält von jeder Sorte 20 bis 80 %. Dazu kommen reines Öl aus Hojiblanca und reines Öl aus Arbequina, Letzteres mit ausgewogener Bitterkeit und Schärfe. Die übrigen Arten sind so bitter und scharf, wie es für Öle vom Beginn der Saison typisch ist.
Herstellung
Die Oliven werden direkt vom Baum geerntet, sobald sie den Reifegrad für die typische Fruchtigkeit erreicht haben. Das Öl wird nur mechanisch oder physikalisch gewonnen, ohne Geschmack, Aroma und Merkmale der Frucht zu verändern, und reift anschließend im Keller; erst danach wird geprüft, ob es die Anforderungen erfüllt. Anbau der Oliven und Gewinnung des Öls finden im Gebiet statt. Jede Verpackung für den Verkauf trägt ein Garantiesiegel und ein nummeriertes Etikett des Regulierungsausschusses, die sich nicht wiederverwenden lassen.
Herkunft & Geschichte
Das Gebiet umfasst zwölf Gemeinden in der Provinz Sevilla, darunter Estepa, Herrera und La Roda de Andalucía, dazu Flurstücke in Écija und Osuna sowie das Gebiet Miragenil in Puente Genil in der Provinz Córdoba. Die Böden sind kalkhaltig und arm an organischem Material; genügsame Olivenbäume kommen hier laut Spezifikation besser zurecht als jede andere Kultur, und Olivenhaine machen 95 % der landwirtschaftlichen Fläche aus. Wenig Regen und ein kontinentales Klima lassen die Oliven schneller reifen. Den Wassermangel führt die Spezifikation als Grund dafür an, dass das Öl bitterer ist als Öl derselben Sorten aus anderen Gegenden.
Traditionell entfallen etwa 30 % der Olivenernte im Gebiet auf Tafeloliven. Ihre Ernte beginnt im September, die Ernte der Öloliven schließt sich überlappend an. Deshalb beginnt die Ernte laut Spezifikation früher als in jedem anderen Anbaugebiet der Welt.
Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C/2026/3254 vom 19. Juni 2026. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)
- Kategorie
- Öle & Fette
- Herkunft
- Spanien
- Geschützt seit
- Aktenzeichen
- PDO-ES-0341
Lage
Der Punkt markiert den namengebenden Ort. Koordinaten: 37.311, -4.883
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 19. Juni 2026. Eintrag im eAmbrosia-Register