Basilico Genovese
g.U. Obst, Gemüse & Getreide · Italien
Basilico Genovese ist frisches Basilikum aus Ligurien, angebaut an den zum Tyrrhenischen Meer gewandten Hängen bis zur Wasserscheide. Verkauft werden ganze junge Pflanzen mit Wurzeln, mit intensivem Duft und ohne jedes Minzaroma.
Auf einen Blick
- Schutz
- g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung) seit 21. Oktober 2004
- Art
- frische ganze Basilikumpflanzen
- Pflanze
- Ocimum basilicum L., Ökotypen und örtliche Selektionen
- Blätter
- eiförmig, flach oder gewölbt, zart gefärbt
- Aroma
- intensiv, ohne Minzaroma
- Gebinde
- 2 bis 4 Blattpaare, ohne Blüten; 3 bis 10 Pflanzen je Gebinde
- Herkunftsgebiet
- tyrrhenische Hänge der Region Ligurien bis zur Wasserscheide (Italien)
Aussehen & Geschmack
Die Bezeichnung gilt für die ganze, frische Pflanze, gezogen aus Samen von Ocimum basilicum L., aus Ökotypen oder örtlichen Selektionen. Die Pflanze ist mittelhoch bis sehr hoch und wächst breit oder zylindrisch. Die Blätter sind eiförmig, flach oder gewölbt, kaum oder gar nicht gewellt und gezackt und von besonders zarter Farbe, die laut Spezifikation auch nach der Verarbeitung erhalten bleibt. Der Duft ist intensiv und charakteristisch; ein Minzaroma fehlt völlig.
Laut Spezifikation geben Basilikumpflanzen aus Ligurien mehr ätherisches Öl als solche aus anderen Regionen Italiens, und das Öl ist anders zusammengesetzt. Basilikum aus dem Piemont und anderen Nachbarregionen hat dagegen laut Spezifikation ein Minzaroma.
Herstellung
Basilico Genovese wächst im geschützten Anbau oder im Freiland, das ganze Jahr über: viele Betriebe bauen es ganzjährig im Gewächshaus und im Sommer auch im Freiland an. Bei der Ernte darf die Pflanze nicht beschädigt werden.
Weil Basilikum sehr empfindlich ist und leicht austrocknet, wird es im Gebiet verpackt. Zum Frischverzehr kommen Pflanzen mit zwei bis vier Blattpaaren und ohne Blüten in den Handel, mit den Wurzeln: drei bis zehn Pflanzen bilden ein Gebinde in Lebensmittelpapier, elf bis 100 Pflanzen ein Bündel. Für die handwerkliche oder industrielle Verarbeitung gibt es Packungen mit ganzen Pflanzen mit höchstens vier Blattpaaren. Auf der Verpackung steht „BASILICO GENOVESE D.O.P.“; das Logo zeigt eine gelbe Sonne, Ligurien in Blau und das Basilikum in Grün.
Herkunft & Geschichte
Ligurien hat viel Sonne auch im Winter, Temperaturen, die selten unter 10 °C fallen, und eine ständige milde Meeresbrise. Weil die Hauptachse der Region entlang der Breitengrade verläuft, bekommen die Kulturen auch im Winter lange Sonne; der bogenförmige Verlauf der Küste schützt vor kalten Winden aus Norden, Osten und Westen.
Ursprünglich wurde das Basilikum nur um Genua angebaut. Mit der wachsenden Nachfrage, auch für Pesto, dehnte sich der Anbau nach Osten und Westen über die ganze ligurische Küste aus. Schon in den 1920er- und 1930er-Jahren wurden auf den internationalen Obst- und Gemüsemessen in Finale Ligure Frühkulturen aus Gewächshäusern der Region prämiert, darunter besonders Basilikum. Für viele Betriebe der Region ist Basilikum heute eine wichtige Einnahmequelle.
Grundlage dieses Textes: Einziges Dokument, Amtsblatt der EU C/2025/4704 vom 26. August 2025. Der Text fasst die amtliche Beschreibung zusammen (© Europäische Union). Rechtlich maßgeblich ist allein die eingetragene Produktspezifikation.
Herkunft auf der Karte
Schutz & Quellen
Steckbrief, Lage und Datenquelle
Steckbrief
- Schutz
- geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)
- Kategorie
- Obst, Gemüse & Getreide
- Herkunft
- Italien
- Geschützt seit
- Aktenzeichen
- PDO-IT-0194
Lage
Der Punkt markiert ungefähr die Mitte der Herkunftsregion. Koordinaten: 44.500, 8.833
Quelle
Daten aus dem EU-Register eAmbrosia, © Europäische Union, CC BY 4.0. Eintrag zuletzt geändert am 26. August 2025. Eintrag im eAmbrosia-Register